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DFD Iasi

Das Demokratische Forum der Deutschen in Iași

Geschichte: Schon im frühen Mittelalter kann man Deutsche in der Moldau antreffen, die hauptsächlich aus Siebenbürgen und aus den polnischen Städten kamen. Nachdem Iași zur Hauptstadt der Moldau ernannt wurde, waren außer Juden, Armeniern und Griechen auch ziemlich viele Deutsche in der Stadt anwesend. Dass ihre Zahl mehrere Hunderte zählte und dass sie sogar eine evangelische Holzkirche erbauten, wird auch vom großen Historiker Nicolae Iorga festgehalten. Die Gründung 1782 des Preußischen und Österreichischen Konsulats in Iași markierte auch für die deutsche Gemeinde ein wichtiges Ereignis. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde eine evangelische Kirche erbaut – denn die alte Holzkirche war längst verfallen – und 1813 eingeweiht. Damit erbot sich auch die Möglichkeit zur Gründung einer deutschen Grundschule, die bis 1940 mit wenig Unterbrechung funktionierte.

 

Die historischen Ereignisse des Jahres 1940 führten dazu, dass die meisten Deutschen die Stadt verließen und entweder – wie jene der Bukowina und Bessarabiens – nach Deutschland umsiedelten oder sich nach Siebenbürgen zurückzogen.

 

In der Zeit des Kommunismus nach 1948 war eine Wiederbelebung der deutschen Gemeinde nicht möglich. Erst die nach Dezember 1989 erfolgten politischen Änderungen ermöglichten im Mai 1990 die Gründung des DEMOKRATISCHEN FORUMS DER DEUTSCHEN IN Iași. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Astrid Agache, Metta Amarandei, Alice Simion, Valeriu Colman und Michael Buriş.

 

Lokalisierung: In den ersten Jahren hatte das Forum keinen eigenen Sitz, so dass seine Veranstaltungen an verschiedenen Orten, vorwiegend an der Universität und Schulen, stattfanden. 1994 erhielt es den jetzigen Sitz, in der Strada 14 Decembrie 1989 Nr. 2B, der aus zwei Räumen besteht: einem Büro mit Bibliothek und einem Veranstaltungsraum. Der von der Stadt gemietete Sitz befindet sich im Zentrum, in einem zweistöckigen Altbau, in dem weitere Organisationen und Institutionen untergebracht sind.

 

Leitung: Die gegenwärtige Leitung besteht aus Dr. Astrid Agache, Vorsitzende, und Dr. Brigitte Scutaru, Alice Simion, Metta Amarandei, und Constantin Got, Vorstandsmitglieder.

 

Mitgliederanzahl: 215 Vollmitglieder und 20 Sympathisanten.

 

Tätigkeiten: Zu den laufenden Tätigkeiten des Forums gehören verschiedene Kulturveranstaltungen und regelmäßige kleinere Treffen der Mitglieder. Jährlich finden gewöhnlich sechs größere Kulturveranstaltungen statt, die mit Regierungsmitteln durchgeführt werden und die vorwiegend anlässlich der wichtigsten Feste (Fasching, Ostern, Advent und Weihnachten) stattfinden. Außerdem gibt es kleinere Veranstaltungen (wie: Filmabende, Vorträge, Musikabende u.a.), die aus Eigenmitteln finanziert werden.

 

Leistungen: Zu den gelungensten Veranstaltungen zählen die jährlichen Adventstreffen, die zur Tradition geworden sind und die immer wieder eine große Anzahl von Leuten anziehen. Ein sehr gutes Echo hatten auch die Projekte: „Der Krieg ist nicht an einem Tag vorbei“ (wo in zwei Teilen ein Stück von Forumsmitgliedern erzählter Zeitgeschichte bekannt wurde), „Begegnungen mit Autoren“ (Schriftstellerlesungen von Eginald Schlattner, Michael Astner, Mariana Codruţ u.a.), „100 Jahre Iașier Germanistik“ (2007 wurde in Zusammenarbeit mit dem Germanistiklehrstuhl der „Al. I. Cuza“-Universität das Jubiläum gefeiert) und „Zurück in die Vergangenheit“ (Bericht von drei Forumsmitgliedern, die gemeinsam im letzten Herbst ihre Geburtsstätten aufgesucht haben). Sehr gelungen waren immer die Begegnungen mit ausländischen Touristen, die an der Geschichte unserer Stadt und der deutschen Gemeinde interessiert waren. Erwähnenswert ist auch die gute Zusammenarbeit mit den verschiedensten Institutionen und Einrichtungen, wie: die Universität „Al. I. Cuza“, das Kunstlyzeum „Octav Băncilă“, die Evangelische Gemeinde, die Griechische Gemeinde aus Iași, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Kulturpalast, das DFD Piatra Neamţ u.a.

 

Projekte: In den nächsten Jahren möchten wir die Projekte weiterführen, in denen Zeitzeugen zu Wort kommen. In diesem Sinne werden unter dem Titel „Reise in die Vergangenheit“ die Forumsmitglieder neue Berichte über ihre Kindheit und Jugend ablegen. Desgleichen beabsichtigen wir, einen Kinderklub ins Leben zu rufen, in dem Kinder unter professioneller Betreuung kreativ spielen oder basteln können und – soweit es möglich ist – auch Deutsch sprechen.

DFD Bukarest

Das Demokratische Forum der Deutschen in Bukarest

 

DFDB - FDGB

 

DE: Das DFD Bukarest ist mehr als nur ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen deutscher Volkszugehörigkeit aus Bukarest. Es ist eine lebendige Begegnungsstätte für die Gemeinschaft der Bukarester Deutschen und alle, die die deutsche Sprache, Kultur und Traditionen schätzen. Hier kann man Deutsch hören und sprechen, die deutsche Kultur und ihre Erzeugnisse von gestern und heute entdecken und wiederentdecken und das Brauchtum der Deutschen aus Rumänien hautnah erleben.

 

RO: FDG București este mai mult decât o simplă asociere voluntară a persoanelor de origine germană din București. Este un spațiu viu de întâlnire pentru comunitatea germanilor din București și pentru toți simpatizanții care apreciază limba, cultura și tradițiile germane. Aici se poate auzi și vorbi limba germană, se pot descoperi și redescoperi cultura germană și realizările sale de ieri și de astăzi, iar tradițiile germanilor din România pot fi trăite în mod direct și autentic. 

 

Der Bukarester Forumsvorstand / Consiliul Director al Forumului din București

 

Christian Töpfer - Vorsitzender / Președinte

Dr. Klaus Fabritius

Marianne Koch

Christiane Gertrud Cosmatu

Carmen Cobliș

 
 
 

Kulturelle & traditionelle Veranstaltungen / Manifestări culturale & tradiționale

 

Eichenwälder Musik-, Gesang- und Tanzgruppe gewinnt Tanzwettbewerb in Bukarest

Unsere junge „Eichenwälder“ Musik-, Gesang- und Tanzgruppe begeistert die Zuschauer und hat schon seine ersten Lorbeeren verdient: 1. Platz im „World Dance Fusion“ Jugendwettbewerb. Einladungen für weitere Auftritte lassen nicht auf sich warten - sei es wegen der fröhlichen deutschen Begleitmusik der Live-Instrumentespieler? Der hellen Stimmen des Sängertrios? Der flinken Tanzbewegungen der Tänzer?

 

 

Bukarester Maibaumfest (2026)

 

Auch in diesem Jahr hat das Maibaumfest in Bukarest zur Vermittlung deutscher Werte, Bräuche und Kultur stattgefunden, um diese zusammen mit den hiesigen Rumäniendeutschen, als auch mit Angehörigen der rumänischen Mehrheitsbevölkerung und deutsch(sprachig)en Personen aus der Region zu leben und zu erleben.

 

  

 

Osterfeier im Schiller-Haus


Zur Osterfeier der Bukarester Deutschen Gemeinschaft im Schiller-Haus

boten die Jugendlichen aus dem Deutschen Goethe-Kolleg und der Deutschen Schule IDEES ein fröhliches Kulturprogramm mit deutschem Gesang (sogar ein Lied im siebenbürgisch-sächsischen Dialekt wurde von den Jugendlichen des Goethe-Kollegs geboten, nachdem IDEES mit Mädchen-Chor und einem Bob-Dylan-Lied auf Deutsch beitrug) und deutschen Volkstänzen (aufgeführt von der "Eichenwälder Tanzgruppe" vom Deutschen Goethe-Kolleg) für alle Anwesenden, jung und alt. Ostergrüße des gastgebenden Demokratischen Forums der Deutschen in Bukarest erwiderten die Vertreter der Deutschen Botschaft, der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. in Bukarest, der Schulleitung des Goethe-Kollegs und abschließend las Prof. Teaha seine alljährliche Oster-Epistel vor, bevor das Büffet eröffnet und die Jugendlichen sich danach zum gemeinsamen Spiel und Spaß zueinander gesellten, während die anderen Anwesenden plauderten, Eindrücke tauschten und sich über alte und neue Bekanntschaften freuten.

 

Deutsche Jugendfastnacht im Schiller-Haus

 

Unsere Jugend feiert in bunten Kostümen, mit (Krimi-)Spiel und Spaß den diesjährigen Fasching. Gastgeber war erneut das Kulturhaus Fr. Schiller. Dank gebührt den jungen Teilnehmern und ihren Eltern, die das Fortleben dieser schönen Tradition ermöglicht haben.    

 

 

 

 

 

 Karneval im Dorfmuseum (2026)

 

  

Die Eichenwälder Musik-, Gesang- und Tanzgruppe beim Vielvölker-Karneval des Griechen-Verbands, im Dorfmuseum in Bukarest. 

 


 

Geschichte des Bukarester Forums / Istoricul Forumului Bucuresti

Forumsgründung in der Bukarester Evangelischen Kirche

Im Beisein von Ingmar Brandsch aus Mediasch, Michael Gross aus Hermannstadt und Horst Schuller aus Kronstadt als Delegierte des Demokratischen Forums der Rumäniendeutschen, das sich in Schässburg konstituiert hatte, fand am Freitag, dem 29. Dezember 1989 im Gemeindesaal der Bukarester Evangelischen Kirche die Gründung der Initiativgruppe des Demokratischen Forums der Deutschen aus der Hauptstadt statt. Verlesen wurde die Botschaft des Demokratischen Forums der Rumäniendeutschen, der sich die Initiativgruppe der Bukarester Deutschen voll anschloss.

Nach regen Diskussionen über die Notwendigkeit der Neuorganisierung der Rumäniendeutschen sowie über die Aufgaben der Bukarester Deutschen wurde eine Arbeitsgruppe gewählt, die sich aus insgesamt neun Mitgliedern zusammensetzte: Günter Ambrosi, Stadtpfarrer von Bukarest, Dr. Klaus Fabritius, Biologe, Herbert Greger, Küster der Evangelischen Kirche, Hans Herbert Grünwald, Redakteur der „Neuen Literatur“, Rudolf Herbert, Redakteur des „Neuen Wegs“, Klaus Kessler, Musikkritiker und Schriftsteller, Nikolaus Kleininger, Generalinspektor im Unterrichtsministerium, Gerhard Müller, Student und Robert Schwartz, Lehrer an der Bukarester Deutschen Schule. Stadtpfarrer Günter Ambrosi wurde das Mandat erteilt, die Bukarester Deutschen im Rat der Front der Nationalen Rettung zu vertreten.

Von Anfang an waren zwei Männer, die im Bukarest- und im Altreich-Forum eine Rolle spielen sollten, dabei: Dr. Klaus Fabritius und Nikolaus Kleininger. Beide kannten das Leben der deutschen Gemeinschaft in Bukarest aus erster Hand. Später kam auch Leopold Minkiewicz hinzu, der bis zu seinem Tod im Jahr 2006 Geschäftsführer des Regionalforums Altreich und der Stiftung Transcarpatica war.

 

Einzug ins Schiller-Haus

Das Bukarester Forum hatte seinen Sitz zuerst in der Deutschen Schule (heute: Deutsches Goethe-Kolleg), wo Robert Schwartz, der damals im Forum und in den politischen Gremien der Anfangszeit eine Rolle spielte, von Januar bis September 1990 auch Direktor war, zog aber im Herbst 1990 in das Kulturhaus Friedrich Schiller um. Mit diesem neuen Sitz, der über eine sehr gute Lage mitten im Stadtzentrum verfügt, leicht erreichbar ist und den passenden Raum anbieten konnte, wurde auch eine bessere Verbindung zu den Mitgliedern hergestellt. Der Sitz des Ortsforums Bukarest befindet sich auch heute noch im Schillerhaus (Str. Batiştei Nr. 15).

 

Beitritt zum DFDR und zum Regionalforum Altreich

Die erste Vertreterversammlung des DFDR fand am 3. März 1990 in Hermannstadt statt.  Dort wurde die Gründung von drei Regionalforen – Siebenbürgen, Banat und Altreich – beschlossen (Nordsiebenbürgen und das Buchenland wurden später hinzugefügt). Der erste DFDR-Vorstand bestand aus 19 Mitgliedern: sieben aus Siebenbürgen, sieben aus dem Banat und fünf aus Bukarest, da die Bukarester die Verbindung zu den Regierungsstellen aufrechterhalten sollten.

 

Herausforderungen in Bukarest

Nichtsdestoweniger gab und gibt es hier wie auch im gesamten Altreich einige spezifischem Herausforderungen. Hinter den Deutschen aus Alt-Rumänien steht keine Landsmannschaft. Dies führte unter anderem auch dazu, dass in den ersten zehn Jahren nach der Wende fast die ganzen (Hilfs-)Mittel in die anderen Regionen flossen. Von einer ausgewogenen regionalen Verteilung kann erst Jahre später gesprochen werden. Man war halt das Diasporadeutschtum. Ferner sind die Mitglieder in der Großstadt Bukarest - genauso wie die Ortsforen in der Region Altreich (= Alt-Rumänien, also die heute rumänischen Gebiete, die noch vor dem 1. Weltkrieg zum damaligen Königreich Rumänien gehörten) - auf große Flächen verstreut und treffen sich im Alltag eher selten. Dem Bedürfnis eines Gemeinschaftsgefühls kommt das Bukarester Forum, als Treffpunkt der deutschen Gemeinschaft vor Ort, mit seinen verschiedenen Veranstaltungen entgegen, das die Bukarester Deutschen und ihre Sympathisanten zusammenbringen soll, um die deutsche Sprache, Kultur und Traditionen der Deutschen in Rumänien miteinander zu leben und zu erleben.

 

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Schule nimmt einen zentralen Stellenwert im Forum ein. In Bukarest gibt es eine deutsche Schule (heute: Deutsches Goethe-Kolleg) mit einer stolzen 275-jährigen Tradition (2026).  Mit rund 1500 Schülern bietet das Goethe-Kolleg Unterricht für die jungen Angehörigen der deutschen Gemeinschaft auf Deutsch als Muttersprache, beginnend mit dem Kindergarten, über die Grundschule bis hin zum Abitur.  Obwohl nicht alle Schüler deutscher Abstammung sind, bleibt die deutsche Schule und die Zusammenarbeit des Forums mit ihr von entscheidender Bedeutung für den Erhalt und die Verbreitung der Sprache, Kultur und des Brauchtums der Rumäniendeutschen.  Diese Bemühungen kommen auch den Bewohnern der Stadt und Umgebung anderer Herkunft zugute, die ihre Kinder weiterhin in diese Schule einschreiben, nicht zuletzt aufgrund der hohen Unterrichtsqualität.

 

Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Friedrich Schiller

Das Schiller-Haus ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für die Bukarester Deutschen. Es bietet nicht nur ein vielfältiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und Konzerten, sondern dient auch als regelmäßiger Anlaufpunkt für die deutsche Gemeinschaft zu verschiedenen Anlässen wie Ostern, Weihnachten, Fasching und Gedenkveranstaltungen an die Russlanddeportation (u.v.m.). Auch die Jugend, der „Leica“-Klub und die Blaskapelle „Karpatenshow“ nutzen die Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten. 

Das DFD Bukarest und das Schiller-Haus erlangten ihren Ruf als anspruchsvolle Kulturstätte der Deutschen in Bukarest nicht nur durch ihre musikalischen Darbietungen, sondern auch durch ihre Ausstellungen. Zu den Künstlern, die dort auftraten, gehörten Bernhard Fogarascher, Scott Tinney, Cornelia Gehlmann, das Ensemble „Sciolto“ und die „Burzenländer Blaskapelle“. Darüber hinaus präsentierten viele Künstler ihre Werke, darunter Juliana Fabritius-Dancu, Hermann Fabini, der „Leica“-Klub sowie Dr. Klaus Fabritius, Aurelia Leicand, Dan und Nora Fonosch, Cristian Sencovici und andere. Auch Fotoausstellungen und Diavorträge fanden statt.

Im Jahr 2007 feierten wir gemeinsam mit den Forumsmitgliedern das 50-jährige Jubiläum des Schiller-Kulturhauses.  Zu diesem Anlass führten die Temeswarer Schauspieler Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ auf.  Zwei Jahre später, im Jahr 2009, jährt sich die Gründung der deutschen Zeitung in Bukarest zum sechzigsten Mal.  Damals trug sie den Namen „Neuer Weg“, heute heißt sie „ADZ“. Die anlässlich dieses Jubiläums organisierte Ausstellung stieß bei den Forumsmitgliedern und den weiteren Besuchern auf großes Interesse. 

 

Zusammenarbeit mit den sozialen Einrichtungen der Kirche(n)

In Bukarest gibt es eine Sozialstation, die von der Diakonie der Evangelischen Kirche betrieben wird.  Auch der „Hilfsverein der deutschen Katholiken“ ist in der Sozialarbeit aktiv.  Zu diesen Einrichtungen bestehen gute Kontakte. 

 

Blasorchester "Karpatenshow"

Das Blasorchester „Karpatenshow“ des Schiller-Hauses und des Deutschen Forums wurde 1997 von Hans Groza neu gegründet. Es setzte die Tradition der berühmten Blaskapelle fort, die in den 70er und 80er Jahren unter der Leitung von Emil Franz und Andreas Bretz existierte und denselben Namen trug.

Hans Groza und seine Bläser wurden häufig zu verschiedenen Anlässen eingeladen, um zu konzertieren.  Sie traten beispielsweise in der deutschen und österreichischen Botschaft zu den jeweiligen Nationalfeiertagen auf, spielten bei der Einweihungsfeier einer renommierten Bukarester deutschen Firma und waren bei Bierfesten in der Hauptstadt und im Land zu hören.  Auch im Herăstrău- und im Cișmigiu-Park sorgte die „Karpatenshow“ für gute Blasmusik.  Darüber hinaus unternahm das Blasorchester Tourneen und konzertierte unter anderem in Kronstadt, Mediasch, Hermannstadt, Galatz, Bacău, Jassy, Suczawa und Konstanza.  Die „Karpatenshow“ trug auch zu Festtagen, wichtigen Veranstaltungen und Jubiläen des Forums bei, darunter das Treffen der Deutschen im Altreich (in Slănic-Moldova, 2000, Sinaia, 2002, Neptun-Olimp, 2004, Snagov, 2006), das 10-jährige Bestehen des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und das Sachsentreffen in Birthälm.  Das Orchester veröffentlichte sogar zwei CDs.

Leider musste das Blasorchester aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Tätigkeit einstellen.

 

Zusammenarbeit mit dem IfA

Eine bedeutende Partnerschaft in den letzten Jahren war die Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) aus Stuttgart. Seit 2007 haben wir einen Kulturmanager und später eine zusätzliche junge Hilfskraft vom IfA. Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir verschiedene Projekte realisieren, die bei der Jugend gut ankamen, darunter:

- Eine Reise zur Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Sighetul Marmaţiei.

- Eine Bildungsreise durch Siebenbürgen, die sich auf Ortschaften mit typischen Merkmalen ihrer deutschstämmigen Bewohner konzentrierte.

- Einen Meinungsaustausch zwischen Schülern aus Rumänien und Deutschland, bei dem Schüler der „Walter Rathenau“ Schule Berlin nach Bukarest und Schüler des deutschen „Goethe“ Kollegs Bukarest nach Berlin reisten. Die Ergebnisse dieses Austauschs wurden in einer Ausstellung im Plumbuita Park in Bukarest präsentiert.

- Besuche von thematischen Ausstellungen in Museen, wie z. B. „Siebenbürgen – Bilder einer Reise“ und „Wehr- und Kirchenburgen“ von Peter Jakobi.

- Treffen mit verschiedenen Vertretergruppen anderer Minderheiten.

 

Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft

Die Vertreter des DFD Bukarest pflegten einen engen Kontakt zur Deutschen Botschaft, insbesondere zum Kultur- und Minderheitenreferat.  Im Laufe der Jahre wurden Gespräche über die Förderung der deutschen Kultur, die Verbesserung der Situation deutschsprachiger Lehrkräfte und deutsch-rumänische Partnerschaftsprojekte für Kinder und Jugendliche geführt.

 

Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur durch Bücher

Das DFD Bukarest hat sich auch um Neuerscheinungen für Bücherfreunde gekümmert.  Dazu gehören die Monographie „Deutsche in Bukarest“ von Hans Liebhardt, die Monographie des Schiller-Kulturhauses „Gespräche mit Deutschen aus Bukarest“ von Martin Jung und Angelika Herta, „Adventszeit und Laternenfest“ – Weihnachtslieder und Gedichte für deutsche Kindergärten – und „Tief in Russland bei Stalino“.

 

Das Bukarester Forum heute

Das Forum Bukarest, das größte Lokalforum des Regionalforums Altreich, wird von einem Vorstand unter der Leitung von Christian Töpfer, einem Rechtsanwalt und gleichzeitig Vertreter der deutschen Minderheit im "Rat der Nationalen Minderheiten" (Kulturkommission) bei der rumänischen Regierung, geleitet.

Angesichts eines Rückgangs der Mitgliederzahl, von über 4000 auf knapp über 3000, von denen viele älteren Jahrganges sind, legt das Bukarester Forum zunehmend Wert auf die Jugendarbeit. In den letzten Jahren hat es sich erfolgreich als Begegnungsstätte für alle etabliert, die sich für die Sprache, Kultur und Bräuche der Deutschen aus Rumänien interessieren, indem es die Verbindungen zu Schule und Kirche, aber auch zu den Medien, der höheren Verwaltung und zur Wirtschaft ausgebaut hat.

DFD Galati

Das Demokratische Forum der Deutschen in Galaţi

Das Demokratische Forum der Deutschen in Galaţi wurde aufgrund der Akte Nr. 336 PJ/1990 des Amtsgerichts Galaţi und des Zivilurteils Nr. 324/22.11.1990 gegründet. Ein Vorstand aus 7 Personen wurde gebildet, darunter Frederich Schwing (Vorsitzender), Hugo Prager, Clara Beker, Anton Praisler, Panait Praisler, Edmund Bradler und Dorina Ciobanu. Das Forum zählte damals 380 Mitglieder. Infolge von Umsiedlungen nach Deutschland, Umzügen in andere Ortschaften und Todesfällen gibt es heute nur noch 205 Mitglieder.

 

Nach der erforderlichen Umorganisierung wurde ein anderer Vorstand und ein anderer Vorsitzender in der Person von Eugen Deak gewählt. Nach dessen Tod wurde eine neue Leitung aus 5 Personen gewählt, die auch heute besteht u.z.: Dieter Krampulz, Elena Popa, Dumitru Stemer, Herbert Schuster und Hugo Prager - Vorsitzender. Das Deutsche Forum Galaţi hat Mitglieder aus drei Kreisen: Galaţi, Vrancea und Brăila.

 

Um die deutsche Sprache zu fördern haben wir immer unterstützt, wo es nötig war, auch durch Fürsprache beim Schulinspektorat sowohl für den Kindergarten “Kristall” als auch für das Kolleg Al. I. Cuza. Beim Kindergarten haben wir den Unterrichtsrahmen möglich gemacht, wir haben ihn mit Unterrichtsmaterialien, Spielsachen, Videokassetten mit Märchen, Sportsartikel und sogar mit einem neuen Farbfernseher mit Videogerät ausgestattet. Es wurde sogar eine zweisprachige Zeitschrift mit dem Titel ”Niederdonauer Blick” herausgegeben, die aber später aus Geldmangel leider eingestellt wurde.

 

Durch die Organisierung eines von Frau Elena Popa geleiteten Deutschkurses im Rahmen des Forums konnten wir auch einen Chor mit über 20 Kindern bilden. Fast alle tragen Gedichte vor und präsentieren kleine Texte zu den Feiertagen, wo sie auftreten, wie z.B. Weihnachten, St. Martin, Ostern, Tag der Deutschen Einheit usw.

 

Neben diesem Chor beteiligt sich an unseren Veranstaltungen auch noch eine Gruppe von älteren Schülern, die von der Lehrerin Ursula Turtă geleitet wird. Dieser Chor wird von einem Schüler an der elektronischen Orgel begleitet. Diese jährlichen Kulturveranstaltungen finden im Forumssitz, in einem Schulklub oder sogar in der Katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Galaţi statt. So wurde auch die Weihnachtsfeier 2009 von den eingeladenen Gästen sehr geschätzt, darunter von Frau Prof. Felicia Soloviev und den Eltern deren Kinder Deutsch lernen, die aber nicht unsere Mitglieder sind. Bei der Vorbereitung des Kulturprogramms hat auch ein neues Mitglied unseres Forums mitgemacht, nämlich Herr Klaus Hansen, der sich im Kreis Galaţi niedergelassen hat. Er hat das Gedicht “Der Engel” vorgetragen.

 

Es gab mehrere Male in der vorweihnachtlichen Zeit verschiede Treffen mit Vertretern des Bürgermeisteramtes, des Kreisrates und der anderen Minderheiten, wo wir die deutschen Traditionen und Bräuche vorgestellt und über die Adventszeit und die Bedeutung des Adventskranzes mit der Anzündung der vier Kerzen gesprochen haben.

 

Wir erhielten den Besuch einer Klasse von Schülern die, obwohl sie Englisch lernten, einen deutschen Tanz präsentiert und erst danach Lieder auf Englisch vorgetragen haben.

 

Unser Forum beteiligt sich an verschiedenen Veranstaltungen des Bürgermeisteramtes und des Kreisrates, wie z.B. das Fahnenhissen am Nationaltag Rumäniens oder der Heldentag (gefeiert am Tag der Himmelfahrt Christi) auf dem Friedhof “Eternitatea” (Ewigkeit) mit Kranzniederlegung seitens des Bürgermeisteramtes, des Kreisrates, einer Gesellschaft aus Galaţi und natürlich seitens unseres Forums an den Gräbern der deutschen Soldaten, die hier im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

 

Auf Ansuchen der Familienmitglieder der hier gefallenen deutschen Soldaten und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. legen wir Kränze nieder und zünden Kerzen an an deren Gräbern.

 

Außer diesen ständigen Tätigkeiten hat unser Forum im Jahr 2009 auf Ansuchen der Stadtbibliothek V. A. Urechia zwischen 9.–11. Oktober die Tage des Demokratischen Forums der Deutschen in Galaţi organisiert. Wir hatten im Programm:

 

  • Mutterland Deutschland, kurze Geschichte der Rumäniendeutschen - präsentiert von Hugo Prager

     

  • Spuren im Sand – philosophisches Gedicht in deutscher Sprache, präsentiert von den Schülern unter der Leitung von Frau Elena Popa

     

  • alte deutsche Bücher aus der Sammlung der Bibliothek V. A. Urechia

     

  • die Anfänge der deutschen Gemeinschaft in Rumänien

     

  • Fotomontage der Schüler unter der Leitung der Lehrerin Ursula Turtă

     

  • Oktoberfest – Vorstellung auf Videokassette.

     

Ein kleines Konzert mit Weihnachtsliedern, das die Kinder aus dem Forum in der katholischen Kirche vorgeführt haben, wurde vom Radiosender “Radio Maria” aufgenommen und übertragen.

 

Am 15.01.2010 hat die Schülerin Pristena Man auf Einladung der Bibliothek V. A. Urechia im Rahmen der Festaufführung ”Eminescu mon amour” das Gedicht “Und wenn ein Zweig ans Fenster schlägt“ von Mihai Eminescu auf Deutsch vorgetragen.

DFD Buhusi

Das Demokratische Forum der Deutschen in Buhusi

Für die deutsche Minderheit in Buhuşi ist der 13. November 1990 ein bedeutender Markenstein. An diesem Tag wurde im Lesesaal der Stadtbibliothek eine Versammlung der Deutschen aus unserer Stadt einberufen und der Verein DEMOKRATISCHES FORUM DER DEUTSCHEN gegründet.

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DFD Craiova

Das Demokratische Forum der Deutschen in Craiova

Geschichte:

 

Das Demokratische Forum der Deutschen in Craiova wurde im Jahre 1990 von mehreren Stadtbewohnern deutscher Abstammung unter der Leitung von Dr. Görner Josef und mit der Unterstützung der Römisch-Katholischen Kirche bzw. des Pfarrers Ionel Ratan gegründet.

 

Als Datum für die offizielle Gründung des Forums kann der 12.02.1993 betrachtet weden, nachdem die Satzung beim Gericht eingetragen wurde.

 

Zwischen 1992-2000 war Johann Oberding Forumsvorsitzender. Als Nachfolgerin wurde Frau Adelheit Dăneţ gewählt, die das Forum auch heute leitet.

 

Lokalisierung:

 

Das Forum konnte sofort nach der Gründung seine Tätigkeit dank der Katholischen Kirche aufnehmen, die dazu einen Raum in der Unirii-Str. Nr. 2 kostenlos zur Verfügung stellte.

 

Nachdem ein neuer Bau im Hof der Katholischen Kirche errichtet wurde, erhielt das Forum ebenfalls kostenlos einen Raum in diesem Gebäude, in dem sich auch z.Z. der Sitz des Forums noch befindet.

 

Zu dem Bau dieses Gebäudes hat Johann Oberding bezüglich der Leitung der Bauarbeiten und der Heranziehung von Sponsoren einen großen Beitrag geleistet.

 

Die wichtigsten Sponsoren, mit deren finanziellen Hilfe man dieses Gebäude errichten konnte, sind: Caritas Graz – Seckau und Caritas Feldbach, Handwerkerschule Graz - Österreich, die Deutsche Botschaft Bukarest, die Regierung Italiens. Die Familie Neubauer aus Graz war die Seele der Aktion und eine Brücke zwischen Craiova und Graz.

 

In diesem neuen Gebäude erhielt das Forum einen kleinen Raum als Sitz, bis zum Jahre 2006 kostenlos und nachher mit Miete. Zusäzlich haben wir für kulturelle Tätigkeiten einen größeren Saal zur Verfügung.

Leitung:

 

Satzungsgemäß besteht die Leitung des Forums aus einem Vorsitzenden (Frau Prof. Dr. Adelheit Dăneţ) und einem dreiköpfigen Vorstand: einem stellvertretenden Vorsitzenden (Herr Hans Werner Konst), einem Verantwortlichen für die kulturellen Tätigkeiten (Herr Albert Balint) und einem Verantwortlichen für die sozialen und finanziellen Tätigkeiten (Frau Ana Popescu Hagen).

 

Die finanzielle Tätigkeit ist durch einen angestellten Buchhalter und durch einen freiwilligen Finanzprüfer geleistet.

 

Die Einkommen des Forums bestehen aus dem Beitrag der Mitglieder und aus Geldsummen, die wir aus dem Staatshaushalt erhalten.

 

Mitgliederanzahl:

 

Bei der Gründung hatte das Forum 350 Vollmitglieder und 50 Sympathisanten.

 

Z.Z. zählt das Forum 130 Vollmitglieder und 30 Sympathisanten. Die Anzahl der Mitglieder ist in dieser Zeit gesunken, weil mehrere Mitglieder inzwischen nach Deutschland ausgewandert und andere verstorben sind.

 

Tätigkeiten und Leistungen:

 

  1. Kulturelle Tätigkeiten:

     

  • Jährlich werden folgende kulturelle Veranstaltungen organisiert: Ostertreffen, Tag der Deutschen aus Craiova, Nikolausfest, Adventsfest, Weihnachten.

     

    Bei diesen Veranstaltungen wurden immer auch Persönlichkeiten, Vertreter anderer Minderheiten, Lehrkräfte, Pfarrer, Studenten eingeladen; es wurden Referate gelesen und traditionelle Musik wurde vorgetragen.

     

  • Tätigkeiten zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur durch: Deutschkurse für die Jugend, Deutschunterricht im Katholischen Kindergarten, in der Grundschule „St. Antonius” und in der Krankenschwesternschule „St. Josef”;

     

  • Teilnahme des Forumsvorsitzenden als Koordinator an sechs Projekten für Schüler der Katholischen Krankenschwesternschule „St. Josef” zur professionellen Weiterbildung mit je einem Monat Aufenthalt in Graz oder Wien. Im Rahmen dieser Projekte lernen jährlich fünf Schüler dieser Schule Deutsch und praktizieren dann einen Monat lang in Osterreich, wo sie österreichische Traditionen kennenlernen und ihre Deutschsprachkenntnisse verbessern.

     

  • Im Jahre 2003: die 10 jährige Feier seit der offiziellen Gründung des Forums Craiova;

     

  • Besuche mit Gruppen von Forumsmitgliedern in der Deutschen Bibliothek der Universität Craiova, die vom Goethe-Institut Bukarest unterstützt wird.

     

  • Leihung verschiedener Materialien (Bücher, Videokassetten usw.) von der Deutschen Bibliothek der Universität Craiova und Benutzung der eigenen Bibliothek des Forums;

     

  • Teilnahme an den Veranstaltungen des Interethnischen Forums Dolj;

     

  • Teilnahme an den Veranstaltungen der italienischen Minderheit zum italienischen Nationaltag;

     

  • Besuche mit größeren Gruppen von Forumsmitgliedern in Museen wie das Kunstmuseum und das Historische Museum, wo uns über die Vergangenheit der Deutschen aus Craiova und der Umgebung erzählt wurde.

     

  • Teilnahme an Konzerten in der Philharmonie Oltenia und an Vorführungen im Lyrischen Theater, wenn im Programm Werke deutscher Komponisten vorhanden waren.

     

  • Besuche beim Sitz des Forums seitens der Deutschen Botschaft in Bukarest, des Regionalforums Altreich, des Abgeordneten und des Unterstaatssekretärs des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien.

     

  1. Wirtschaftliche Tätigkeiten:

     

  • Beteiligung des Forumsvorsitzenden an der Modernisierung der Heizanlage und der Isolierungen des Gebäudes, wo sich der Forumssitz befindet, durch das Ausarbeiten von Finanzierungsprojekten aus Deutschland (Renovabis) und Österreich (Kirche in Not);

     

  • Zusammenarbeit mit der Stiftung Transcarpatica;

     

  1. Soziale Tätigkeiten:

     

  • Teilnahme mit der Caritas Craiova an der Annahme von Hilfsgütern von Caritas Graz Seckau – Osterreich (Betten, Matratzen, Möbel, Bettwäsche, Lebensmittel) und an deren Verteilung in verschiedenen Krankenhäusern der Stadt;

     

  • Beteiligung einiger Mitglieder an der Säuberung des Deutschen Heldenfriedhofs in Zusammenarbeit mit dem vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesandten deutschen Soldaten;

     

  • Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz an der Verteilung von Arzneimitteln und für ärztliche Untersuchungen.

     

  1. Andere Tätigkeiten:

     

  • Beteiligung von zwei Vorstandsmitgliedern des Forums an der Leitung der Caritas-Organisation, die den Kindergarten und die Grundschule „St. Antonius” unterstützt.

     

  • Unterstützung in der Wahlkampagne des Kandidaten des Deutschen Forum für die Abgeordnetenkammer, so dass Herr Ovidiu Ganţ im Kreis Dolj viele Stimmen erhielt.

     

Verschiedenes:

 

Die Aktivität des Deutschen Forums wurde vom Bürgermeisteramt Craiova durch die Verleihung eines Diploms anerkannt.

DFD Bacau

Das Demokratische Forum der Deutschen in Bacau

Geschichte...

 

Die Filiale Bacau des Demokratischen Forums der Deutschen wurde von einer Initiativgruppe bestehend aus den Mitgliedern Paul Kappel, Eduard Wagner, Herta Weissmann, Friedrich Martin Peck und Viorica Reichert im Oktober 1990 zuerst als Zentrumsforum für die Kreise Bacau und Neamt gegründet.

 

Ab 1992 hat sich unsere Organisation dem Regionalforum Altreich angeschlossen und seit September 2002 wurde sie als juristische Person anerkannt. Gründungsmitglieder der neuen Organisation waren Friedrich Martin Peck, Gertrud Susanna Cinca und Mihai Marinel Todasca.

 

Die Vorsitzenden, die die Filiale im Laufe der Jahre leiteten, sind in chronologischer Reihenfolge: Paul Kappel, Waldemar Weissmann, Friedrich Martin Peck, Gertrud Susanna Cinca und zur Zeit Mihai Marinel Todasca.

 

Sitz der Organisation

 

Anfangs funktionierte die Organisation als Gast in verschiedenen Räumen wie im Sitzungssaal des Kulturhauses, in einem Raum des Ferdinand-Gymnasiums, in der Wohnung eines Forumsmitglieds, in einem Raum der Firma Metalurgica Bacau.

 

Seit dem Jahre 2002 hat das Forum einen eigenen Sitz, eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der Str. Miron Costin, Bl. 4, Sc. A, Ap. 4.

 

 

 

Gegenwärtige Leitung

 

Der im Einklang mit der Satzung gewählte Vorstand besteht aus folgenden 5 Personen:

 

  • Mihai Marinel Todasca                         Vorsitzender

     

  • Cristina Baraga                                      Mitglied

     

  • Anca Bulea                                             Mitglied

     

  • Friedrich Martin Peck                            Mitglied

     

  • Waldemar Weissmann                          Mitglied

Mitglieder

 

Die Filiale Bacau des Demokratischen Forums der Deutschen hatte am 1. Januar 2010 eine Anzahl von 71 Mitgliedern, davon 10 Kinder unter dem Alter von 18 Jahren.

 

Gemäß der Satzungsordnung gibt es keinen Unterschied zwischen Voll- und sympathisierenden Mitgliedern, so dass es keine separaten Auflistungen gibt.

 

Allgemeine Tätigkeiten

 

Außer den Verwaltungsarbeiten finden monatliche Tätigkeiten und monatliche Sitzungen des Vorstandes statt.

 

Bei den monatlichen Treffen werden auch Besprechungen und Benachrichtigungen hinsichtlich der laufenden Tätigkeiten der Organisation, der Beziehungen zu anderen lokalen und zentralen Verwaltungeinheiten, der laufenden Probleme der Forumsmitglieder durchgeführt und zukünftige Aktionen geplant.

 

In den Vorstandssitzungen werden Entscheidungen für die Aktionen des Forums getroffen und es werden die nachfolgenden Aktivitäten vorbereitet.

 

Die vom Staatshaushalt finanzierten kulturellen Tätigkeiten, die zu verschiedenen Anlässen wie Ostern, Muttertag, Tag der Deutschen Einheit, St. Nikolaus stattfinden, werden von kulturellen Programmen begleitet, die speziell für diese Anlässe vorbereitet werden. Daran nehmen die Mitglieder des Forums sowie verschiedene externe Partner teil. Diese Programme finden im eigenen Sitz des Forums aber auch an anderen Orten statt,  mit Rücksicht auf Teilnehmer und Inhalt des Programms.

 

Die wichtigsten Leistungen

 

Seit der Gründung hat das Forum Bacau verschiedene Aktivitäten mit eigenen Kräften oder in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (Stiftung Leonhardt, Schule NICU ENEA u.a.) durchgeführt oder es hat an Tatigkeiten anderer lokalen Organisationen teilgenommen, oder auch in anderen Ortschaften:

 

  • 1993 und 1994: deutsche Sprachkurse in Augsburg, organisiert und finanziert von der Landsmannschaft der Buchenländer Deutschen (geleitet von Dr. Reinhold Bartha), an denen die jungen Mitglieder des damaligen Zentrumsforums Bacau teilgenommen haben.

     

  • 1998: Ausstellung von Dokumenten und Bildern mit der Überschrift Heim ins Reich, in Zusammenarbeit mit der Süd-Ostdeutschen Zeitung Augsburg, vertreten durch den Chefredakteur Alfred Geier

     

  • In Zusammenarbeit mit der Stiftung Leonhardt führte eine Theatergruppe aus Jassy ein Puppentheater in deutscher Sprache vor. Jährlich werden Ausstellungen organisiert, in denen Kinder in ihren Bildern von deutschen Sitten und Bräuchen zu Ostern inspiriert werden; ebenfalls ein Ökologieforum (seit 4 Jahren), Ferienlager mit Deutschunterricht (seit 4 Jahren).

     

  • Gründung der deutschen Volksmusikgruppe DUO-ZWEI; Auftritte bei Vorstellungen in Bacau, Bistritz und Tulcea sowie im Fernsehen 1TV Bacau

     

  • Teilnahme am Tag der Minderheiten, organisiert von der Präfektur Bacau

     

  • Jährlich werden gemeinsame Programme mit der Schule NICU ENEA Bacau organisiert (wo Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird): Fasching in der Schule mit der Teilnahme der Forumsmitglieder und Nikolaus, Ostern, Muttertag im Sitz des Forums mit dem Mitwirken der Schüler.

     

  • Deutsche Sprachkurse (drei Jahre) für Forumsmitglieder und andere Interessenten. Der Unterricht wurde von Deutschlehrern aus Bacau geboten, die mit dem Deutschen Forum sympathisieren.

     

  • Teilnahme mit traditionellen deutschen Speisen an einer von der Präfektur Bacau organisierten Ausstellung Speisen der nationalen Minderheiten im Kreis Bacau

     

  • Erarbeitung einer Geschichte der deutschen Bevölkerung aus Rumänien

     

  • Teilnahme an den Lokalwahlen mit eigenen Kandidaten.

Daten über Zukunftsprojekte in den folgenden 3-5 Jahren

 

Außer den schon traditionell gewordenen kulturellen Tätigkeiten nehmen wir uns vor:

 

  • die Veranstaltung eines Ausflugs zu den sächsischen Kirchenburgen in der Umgebung von Kronstadt,

     

  • die Erweiterung der Deutschen Volksmusikgruppe des Forums,

     

  • gemeinsame Aktivitäten mit den Deutschen Foren aus der Nachbarschaft,

     

  • das weitere Pflegen der Partnerschaften mit der Stiftung Leonhardt und der Schule NICU ENEA,

     

  • das Erstellen einer eigenen Internet-Seite.

Andere Tätigkeiten

 

Erarbeitung eines DVD-Dokumentarfilms über ein gewesenes Grabmal der deutschen Helden aus dem Ersten Weltkrieg, die in den Kämpfen in Craciun (bei Râmnicu Sarat) gefallen sind.

DFD Constanta

Das Demokratische Forumder Deutschenin Constanţa

Das DFD Constanţa wurde im April 1990 als loser Verein von etwa 25 Mitgliedern gegründet. Erster Vorsitzender war Martin Binder. Er ist leider in Deutschland verstorben.

 

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