

DE: Das DFD Bukarest ist mehr als nur ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen deutscher Volkszugehörigkeit aus Bukarest. Es ist eine lebendige Begegnungsstätte für die Gemeinschaft der Bukarester Deutschen und alle, die die deutsche Sprache, Kultur und Traditionen schätzen. Hier kann man Deutsch hören und sprechen, die deutsche Kultur und ihre Erzeugnisse von gestern und heute entdecken und wiederentdecken und das Brauchtum der Deutschen aus Rumänien hautnah erleben.
RO: FDG București este mai mult decât o simplă asociere voluntară a persoanelor de origine germană din București. Este un spațiu viu de întâlnire pentru comunitatea germanilor din București și pentru toți simpatizanții care apreciază limba, cultura și tradițiile germane. Aici se poate auzi și vorbi limba germană, se pot descoperi și redescoperi cultura germană și realizările sale de ieri și de astăzi, iar tradițiile germanilor din România pot fi trăite în mod direct și autentic.

Unsere junge „Eichenwälder“ Musik-, Gesang- und Tanzgruppe begeistert die Zuschauer und hat schon seine ersten Lorbeeren verdient: 1. Platz im „World Dance Fusion“ Jugendwettbewerb. Einladungen für weitere Auftritte lassen nicht auf sich warten - sei es wegen der fröhlichen deutschen Begleitmusik der Live-Instrumentespieler? Der hellen Stimmen des Sängertrios? Der flinken Tanzbewegungen der Tänzer?


Auch in diesem Jahr hat das Maibaumfest in Bukarest zur Vermittlung deutscher Werte, Bräuche und Kultur stattgefunden, um diese zusammen mit den hiesigen Rumäniendeutschen, als auch mit Angehörigen der rumänischen Mehrheitsbevölkerung und deutsch(sprachig)en Personen aus der Region zu leben und zu erleben.


Zur Osterfeier der Bukarester Deutschen Gemeinschaft im Schiller-Haus
boten die Jugendlichen aus dem Deutschen Goethe-Kolleg und der Deutschen Schule IDEES ein fröhliches Kulturprogramm mit deutschem Gesang (sogar ein Lied im siebenbürgisch-sächsischen Dialekt wurde von den Jugendlichen des Goethe-Kollegs geboten, nachdem IDEES mit Mädchen-Chor und einem Bob-Dylan-Lied auf Deutsch beitrug) und deutschen Volkstänzen (aufgeführt von der "Eichenwälder Tanzgruppe" vom Deutschen Goethe-Kolleg) für alle Anwesenden, jung und alt. Ostergrüße des gastgebenden Demokratischen Forums der Deutschen in Bukarest erwiderten die Vertreter der Deutschen Botschaft, der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. in Bukarest, der Schulleitung des Goethe-Kollegs und abschließend las Prof. Teaha seine alljährliche Oster-Epistel vor, bevor das Büffet eröffnet und die Jugendlichen sich danach zum gemeinsamen Spiel und Spaß zueinander gesellten, während die anderen Anwesenden plauderten, Eindrücke tauschten und sich über alte und neue Bekanntschaften freuten.


Unsere Jugend feiert in bunten Kostümen, mit (Krimi-)Spiel und Spaß den diesjährigen Fasching. Gastgeber war erneut das Kulturhaus Fr. Schiller. Dank gebührt den jungen Teilnehmern und ihren Eltern, die das Fortleben dieser schönen Tradition ermöglicht haben.
Die Eichenwälder Musik-, Gesang- und Tanzgruppe beim Vielvölker-Karneval des Griechen-Verbands, im Dorfmuseum in Bukarest.

Im Beisein von Ingmar Brandsch aus Mediasch, Michael Gross aus Hermannstadt und Horst Schuller aus Kronstadt als Delegierte des Demokratischen Forums der Rumäniendeutschen, das sich in Schässburg konstituiert hatte, fand am Freitag, dem 29. Dezember 1989 im Gemeindesaal der Bukarester Evangelischen Kirche die Gründung der Initiativgruppe des Demokratischen Forums der Deutschen aus der Hauptstadt statt. Verlesen wurde die Botschaft des Demokratischen Forums der Rumäniendeutschen, der sich die Initiativgruppe der Bukarester Deutschen voll anschloss.
Nach regen Diskussionen über die Notwendigkeit der Neuorganisierung der Rumäniendeutschen sowie über die Aufgaben der Bukarester Deutschen wurde eine Arbeitsgruppe gewählt, die sich aus insgesamt neun Mitgliedern zusammensetzte: Günter Ambrosi, Stadtpfarrer von Bukarest, Dr. Klaus Fabritius, Biologe, Herbert Greger, Küster der Evangelischen Kirche, Hans Herbert Grünwald, Redakteur der „Neuen Literatur“, Rudolf Herbert, Redakteur des „Neuen Wegs“, Klaus Kessler, Musikkritiker und Schriftsteller, Nikolaus Kleininger, Generalinspektor im Unterrichtsministerium, Gerhard Müller, Student und Robert Schwartz, Lehrer an der Bukarester Deutschen Schule. Stadtpfarrer Günter Ambrosi wurde das Mandat erteilt, die Bukarester Deutschen im Rat der Front der Nationalen Rettung zu vertreten.
Von Anfang an waren zwei Männer, die im Bukarest- und im Altreich-Forum eine Rolle spielen sollten, dabei: Dr. Klaus Fabritius und Nikolaus Kleininger. Beide kannten das Leben der deutschen Gemeinschaft in Bukarest aus erster Hand. Später kam auch Leopold Minkiewicz hinzu, der bis zu seinem Tod im Jahr 2006 Geschäftsführer des Regionalforums Altreich und der Stiftung Transcarpatica war.
Das Bukarester Forum hatte seinen Sitz zuerst in der Deutschen Schule (heute: Deutsches Goethe-Kolleg), wo Robert Schwartz, der damals im Forum und in den politischen Gremien der Anfangszeit eine Rolle spielte, von Januar bis September 1990 auch Direktor war, zog aber im Herbst 1990 in das Kulturhaus Friedrich Schiller um. Mit diesem neuen Sitz, der über eine sehr gute Lage mitten im Stadtzentrum verfügt, leicht erreichbar ist und den passenden Raum anbieten konnte, wurde auch eine bessere Verbindung zu den Mitgliedern hergestellt. Der Sitz des Ortsforums Bukarest befindet sich auch heute noch im Schillerhaus (Str. Batiştei Nr. 15).
Die erste Vertreterversammlung des DFDR fand am 3. März 1990 in Hermannstadt statt. Dort wurde die Gründung von drei Regionalforen – Siebenbürgen, Banat und Altreich – beschlossen (Nordsiebenbürgen und das Buchenland wurden später hinzugefügt). Der erste DFDR-Vorstand bestand aus 19 Mitgliedern: sieben aus Siebenbürgen, sieben aus dem Banat und fünf aus Bukarest, da die Bukarester die Verbindung zu den Regierungsstellen aufrechterhalten sollten.
Nichtsdestoweniger gab und gibt es hier wie auch im gesamten Altreich einige spezifischem Herausforderungen. Hinter den Deutschen aus Alt-Rumänien steht keine Landsmannschaft. Dies führte unter anderem auch dazu, dass in den ersten zehn Jahren nach der Wende fast die ganzen (Hilfs-)Mittel in die anderen Regionen flossen. Von einer ausgewogenen regionalen Verteilung kann erst Jahre später gesprochen werden. Man war halt das Diasporadeutschtum. Ferner sind die Mitglieder in der Großstadt Bukarest - genauso wie die Ortsforen in der Region Altreich (= Alt-Rumänien, also die heute rumänischen Gebiete, die noch vor dem 1. Weltkrieg zum damaligen Königreich Rumänien gehörten) - auf große Flächen verstreut und treffen sich im Alltag eher selten. Dem Bedürfnis eines Gemeinschaftsgefühls kommt das Bukarester Forum, als Treffpunkt der deutschen Gemeinschaft vor Ort, mit seinen verschiedenen Veranstaltungen entgegen, das die Bukarester Deutschen und ihre Sympathisanten zusammenbringen soll, um die deutsche Sprache, Kultur und Traditionen der Deutschen in Rumänien miteinander zu leben und zu erleben.
Die Schule nimmt einen zentralen Stellenwert im Forum ein. In Bukarest gibt es eine deutsche Schule (heute: Deutsches Goethe-Kolleg) mit einer stolzen 275-jährigen Tradition (2026). Mit rund 1500 Schülern bietet das Goethe-Kolleg Unterricht für die jungen Angehörigen der deutschen Gemeinschaft auf Deutsch als Muttersprache, beginnend mit dem Kindergarten, über die Grundschule bis hin zum Abitur. Obwohl nicht alle Schüler deutscher Abstammung sind, bleibt die deutsche Schule und die Zusammenarbeit des Forums mit ihr von entscheidender Bedeutung für den Erhalt und die Verbreitung der Sprache, Kultur und des Brauchtums der Rumäniendeutschen. Diese Bemühungen kommen auch den Bewohnern der Stadt und Umgebung anderer Herkunft zugute, die ihre Kinder weiterhin in diese Schule einschreiben, nicht zuletzt aufgrund der hohen Unterrichtsqualität.
Das Schiller-Haus ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für die Bukarester Deutschen. Es bietet nicht nur ein vielfältiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und Konzerten, sondern dient auch als regelmäßiger Anlaufpunkt für die deutsche Gemeinschaft zu verschiedenen Anlässen wie Ostern, Weihnachten, Fasching und Gedenkveranstaltungen an die Russlanddeportation (u.v.m.). Auch die Jugend, der „Leica“-Klub und die Blaskapelle „Karpatenshow“ nutzen die Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten.
Das DFD Bukarest und das Schiller-Haus erlangten ihren Ruf als anspruchsvolle Kulturstätte der Deutschen in Bukarest nicht nur durch ihre musikalischen Darbietungen, sondern auch durch ihre Ausstellungen. Zu den Künstlern, die dort auftraten, gehörten Bernhard Fogarascher, Scott Tinney, Cornelia Gehlmann, das Ensemble „Sciolto“ und die „Burzenländer Blaskapelle“. Darüber hinaus präsentierten viele Künstler ihre Werke, darunter Juliana Fabritius-Dancu, Hermann Fabini, der „Leica“-Klub sowie Dr. Klaus Fabritius, Aurelia Leicand, Dan und Nora Fonosch, Cristian Sencovici und andere. Auch Fotoausstellungen und Diavorträge fanden statt.
Im Jahr 2007 feierten wir gemeinsam mit den Forumsmitgliedern das 50-jährige Jubiläum des Schiller-Kulturhauses. Zu diesem Anlass führten die Temeswarer Schauspieler Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ auf. Zwei Jahre später, im Jahr 2009, jährt sich die Gründung der deutschen Zeitung in Bukarest zum sechzigsten Mal. Damals trug sie den Namen „Neuer Weg“, heute heißt sie „ADZ“. Die anlässlich dieses Jubiläums organisierte Ausstellung stieß bei den Forumsmitgliedern und den weiteren Besuchern auf großes Interesse.
In Bukarest gibt es eine Sozialstation, die von der Diakonie der Evangelischen Kirche betrieben wird. Auch der „Hilfsverein der deutschen Katholiken“ ist in der Sozialarbeit aktiv. Zu diesen Einrichtungen bestehen gute Kontakte.
Das Blasorchester „Karpatenshow“ des Schiller-Hauses und des Deutschen Forums wurde 1997 von Hans Groza neu gegründet. Es setzte die Tradition der berühmten Blaskapelle fort, die in den 70er und 80er Jahren unter der Leitung von Emil Franz und Andreas Bretz existierte und denselben Namen trug.
Hans Groza und seine Bläser wurden häufig zu verschiedenen Anlässen eingeladen, um zu konzertieren. Sie traten beispielsweise in der deutschen und österreichischen Botschaft zu den jeweiligen Nationalfeiertagen auf, spielten bei der Einweihungsfeier einer renommierten Bukarester deutschen Firma und waren bei Bierfesten in der Hauptstadt und im Land zu hören. Auch im Herăstrău- und im Cișmigiu-Park sorgte die „Karpatenshow“ für gute Blasmusik. Darüber hinaus unternahm das Blasorchester Tourneen und konzertierte unter anderem in Kronstadt, Mediasch, Hermannstadt, Galatz, Bacău, Jassy, Suczawa und Konstanza. Die „Karpatenshow“ trug auch zu Festtagen, wichtigen Veranstaltungen und Jubiläen des Forums bei, darunter das Treffen der Deutschen im Altreich (in Slănic-Moldova, 2000, Sinaia, 2002, Neptun-Olimp, 2004, Snagov, 2006), das 10-jährige Bestehen des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und das Sachsentreffen in Birthälm. Das Orchester veröffentlichte sogar zwei CDs.
Leider musste das Blasorchester aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Tätigkeit einstellen.
Eine bedeutende Partnerschaft in den letzten Jahren war die Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) aus Stuttgart. Seit 2007 haben wir einen Kulturmanager und später eine zusätzliche junge Hilfskraft vom IfA. Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir verschiedene Projekte realisieren, die bei der Jugend gut ankamen, darunter:
- Eine Reise zur Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Sighetul Marmaţiei.
- Eine Bildungsreise durch Siebenbürgen, die sich auf Ortschaften mit typischen Merkmalen ihrer deutschstämmigen Bewohner konzentrierte.
- Einen Meinungsaustausch zwischen Schülern aus Rumänien und Deutschland, bei dem Schüler der „Walter Rathenau“ Schule Berlin nach Bukarest und Schüler des deutschen „Goethe“ Kollegs Bukarest nach Berlin reisten. Die Ergebnisse dieses Austauschs wurden in einer Ausstellung im Plumbuita Park in Bukarest präsentiert.
- Besuche von thematischen Ausstellungen in Museen, wie z. B. „Siebenbürgen – Bilder einer Reise“ und „Wehr- und Kirchenburgen“ von Peter Jakobi.
- Treffen mit verschiedenen Vertretergruppen anderer Minderheiten.
Die Vertreter des DFD Bukarest pflegten einen engen Kontakt zur Deutschen Botschaft, insbesondere zum Kultur- und Minderheitenreferat. Im Laufe der Jahre wurden Gespräche über die Förderung der deutschen Kultur, die Verbesserung der Situation deutschsprachiger Lehrkräfte und deutsch-rumänische Partnerschaftsprojekte für Kinder und Jugendliche geführt.
Das DFD Bukarest hat sich auch um Neuerscheinungen für Bücherfreunde gekümmert. Dazu gehören die Monographie „Deutsche in Bukarest“ von Hans Liebhardt, die Monographie des Schiller-Kulturhauses „Gespräche mit Deutschen aus Bukarest“ von Martin Jung und Angelika Herta, „Adventszeit und Laternenfest“ – Weihnachtslieder und Gedichte für deutsche Kindergärten – und „Tief in Russland bei Stalino“.
Das Forum Bukarest, das größte Lokalforum des Regionalforums Altreich, wird von einem Vorstand unter der Leitung von Christian Töpfer, einem Rechtsanwalt und gleichzeitig Vertreter der deutschen Minderheit im "Rat der Nationalen Minderheiten" (Kulturkommission) bei der rumänischen Regierung, geleitet.
Angesichts eines Rückgangs der Mitgliederzahl, von über 4000 auf knapp über 3000, von denen viele älteren Jahrganges sind, legt das Bukarester Forum zunehmend Wert auf die Jugendarbeit. In den letzten Jahren hat es sich erfolgreich als Begegnungsstätte für alle etabliert, die sich für die Sprache, Kultur und Bräuche der Deutschen aus Rumänien interessieren, indem es die Verbindungen zu Schule und Kirche, aber auch zu den Medien, der höheren Verwaltung und zur Wirtschaft ausgebaut hat.